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Wenn wir uns auf diesen Seiten für OpenSource
bzw. freie Software aussprechen, dann geschieht das im
Unterschied zu den Vertretern vom
» GNU-Projekt,
oder der
» FSF
nicht aus weltanschaulichen Gründen. Unser Engagement für freie
Software beschränkt sich auf ein rationales, wirtschaftliches
Kosten-Nutzen-Kalkül:
Der betriebliche Einsatz freier Software beinhaltet ein relevantes
Kostensenkungspotenzial. GNU ist der Weg Kosten zu senken, ohne
auf Ressourcen verzichten zu müssen.
Wir wissen wovon wir reden:
Kontor-Wirtschaftsdienste arbeitet
seit Jahr und Tag unter dem freien System
» Debian
GNU/Linux.
Wir analysieren, rechnen,
korrespondieren, verwalten, konzipieren, programmieren, gestalten -- schlicht arbeiten
ausschließlich mit freier Software. Dabei hatten wir noch nie
den Eindruck auf bestimmte Vorzüge kommerzieller Software
verzichten zu müssen. Vielmehr stellten wir fest, dass die von
uns verwendete GNU-Software ihren käuflichen Pendants nicht
selten sogar überlegen ist.
Wir profitieren dabei in dreierlei Hinsicht:
- Debian ist kostenfrei: keine IT-Aufwendungen
- Debian ist stabil: nahezu keine Systemwartung
- Debian ist sicher: geschützter Betriebsdatenbestand
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Was ist GISS?
Zunächst ein Versuch. Der Versuch des Aufbaus eines
Kompetenz-Zentrums zur Integration freier (GNU)Software in
Unternehmen, Behörden und privaten Organisationen.
Dazu suchen wir den Kontakt zu:
- IT-Dienstleistungbereichen, mit Know-how in der Integration
von OpenSource-Architekturen
- Linux-Praktikern, aus den betriebsnahen Beraterbranchen und
solche die es werden wollen
- Vertreter von öffentlichen Behörden und Verwaltungen, die
Nachfrage an kostenfreier Software haben und Unterstützung bieten können
Ziel von GISS ist es, sämtliche Phasen des betrieblichen
Einsatzes von GNU-Software fachmännisch zu begleiten,
z.B. durch:
- betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analysen noch
vor Realisierung von Softwaremigrationen,
- Machbarkeitstests, Installation und Wartung von GNU-Applikationen,
- Schulungen und Weiterbildung der Anwender in Seminaren und Workshops
zu unterstützen. Das GISS-Projekt ist als Schnittstelle zwischen Neuanwender
und Einrichter konzipiert. Diese Beziehung soll jedoch durch
entsprechende Mitarbeiterschulungen sowie um eine
betriebswirtschaftliche Begleitung ergänzt werden. Dadurch
werden alle kritischen Komponenten eines betrieblichen
Umstieges auf freie Software erfasst und fachmännisch realisiert.
Der Nutzen des Projektes ist eine nachhaltige Kostensenkung
in den Bereichen der betrieblichen EDV aufseiten der Anwender.
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Die GNU-Idee
Natürlich soll auch dem Gedanken, der hinter dem GNU-Projekt
steht --
nämlich der prinzipiellen Kostenfreiheit --
in gewisser Weise Rechnung getragen werden.
KONTOR-Wirtschaftsdienste will diesen ersten Schritt gehen und
einige GNU-Schulungen zum Selbstkostenpreis anbieten.
- GNU-Cash
- ist eine freie Buchhaltungssoftware, die für klein- und
mittelständische Unternehmen in der täglichen Praxis ohne
weiteres eingesetzt werden kann. In einem zweitägigem Seminar
werden Einrichtung des Systems sowie zahlreiche
Buchungsfunktionen anhand von Beispielen erläutert.
- GNU-Meric
- ist eine freie Tabellenkalkulation, die mit dem modernen
XML-Dateiformat arbeitet. Sie ist voll excelkompatibel,
d.h. alle Excel-Tabellen können weiter benutzt
bzw. neue Dokumente im Excelformat (xls) gespeichert und
verarbeitet werden. Das Seminar vermittelt Excelanwendern alle
relevanten Fähigkeiten zum betrieblichen Einsatz von Gnumeric.
- GNU-Emacs
- ist (eigentlich) ein Texteditor, er kann jedoch wesentlich
mehr. Eine Verwendung des Emacs kann i.V.m.
» GNU-AUCTeX
der betriebliche Einsatz der LaTeX/TeX-Textsprache sein. TeX
ermöglicht Ihnen die druckfertige Erstellung von Dokumentationen
(für Werbeschreiben, Gebrauchsanweisungen, innerbetriebliches CI u.v.m).
Satz- und Layoutkosten fallen dabei weg. Neben den grundsätzlichen
Funktionen des Emacs, werden betrieblich relevante Erweiterungen
vorgestellt. Darüber hinaus behandelt das Seminar den Einsatz des
Emacs als TeX-Editor und die Einbindung und Benutzung von AUCTeX.
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Jeder Interessent, jeder Vorschlag, jede Frage zum Thema
Projekt-GNU ist willkommen: post[AT]kontor-wirtschaftsdienste.de
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Open-Source: GNU
Als AT&T 1983 anfing, in Bezug auf Lizenzen für UNIX
restriktiver zu werden, begann Richard Stallman vom MIT mit einem
umfassenden Projekt eine komplett freie Alternative namens GNU zu
schaffen. Stallman gründete dafür auch die sogenannte Free Software
Foundation, um die Idee zu unterstützen, daß Quellcodes für alle
Programme immer frei verfügbar sein sollten. Er entwickelte dazu eine
Lizenz namens GNU Public License (GPL), die festlegt, unter welchen
Bedingungen Quellcodes verfügbar sein sollen, und daß jedes Programm,
das GPL-Code beinhaltet, der GPL unterliegt.
Hunderte von Programmierer entwickelten neue Open Source-Versionen der
meisten UNIX-Utilities. Allerdings schlug der Versuch fehl, einen
UNIX-Kernel zu entwickeln.
Einige der GNU-Utilities waren so leistungsfähig, daß sie de facto
Standards auf fast allen UNIX-Systemen geworden sind. Besonders der
GNU C-Compiler gcc wurde der dominierende C-Compiler und GNU Emacs der
führende Editor.
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Open-Source: FreeBSD
FreeBSD stammt ab von der Berkeley Software Distribution UNIX. Es
begann im Jahr 1993 als eine Portierung des BSD 4.3-Lite Release auf
eine Intel-Plattform. Das FreeBSD-Projekt war dazu gezwungen, jedes
Aufsetzen auf das 4.3BSD Lite (Net/2 Release) zu umgehen und
vollständig das letzte BSD-Release (4.4 Lite2) zu benutzen. Dies wurde
mit dem FreeBSD 2.0 Release erreicht.
Das Projekt wurde von der Firma Walnut Creek CD-ROM massiv
unterstützt, weil sie großes Interesse daran hatten, die neue Version
zu vertreiben. Ohne Walnut Creek CD-ROM und ihre absolute Treue zu
einem damals noch vollkommen undefinierten Projekt, wäre FreeBSD nie
soweit gekommen, wie es jetzt ist, sagt Jordan K. Hubbard. Bis zum
heutigen Tag unterstützt Walnut Creek das Projekt finanziell, zusammen
mit einer wachsenden Anzahl von Benutzern, die Spenden schicken.
Das FreeBSD-Projekt besteht aus einem harten Kern von 16 Entwicklern,
die den Vorstand bilden. Es gibt mehr als 120 Entwickler, die an dem
Projekt arbeiten, die meisten davon unentgeltlich. Einige werden von
ihren Arbeitgebern, die ein eigenes Interesse an FreeBSD haben,
bezuschußt.
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Open-Source: Linux
Die Zeitschrift Wired bezeichnete Linux als The Greatest Operating
System That (N)Ever Was, eine Beschreibung, die gleichzeitig die
Bedeutung von Linux und seinen Aufstieg als freies Sofware-Projekt aus
dem Nichts anspricht. Das Betriebssystem wurde von Linus Torvalds
entwickelt, auch um anderen Programmierern zu beweisen, daß es
durchaus sinnvoll ist, ein Betriebssystem von Grund auf neu zu
schreiben und daß manchmal der eigene Weg der einzig richtige Weg ist.
Linux ist so bemerkenswert, weil seine Entwicklergemeinde
international zusammengesetzt ist und trotzdem ein sehr hohes Niveau
der Kooperation aufweist. Im Mittelpunkt steht Linus Torvalds, vormals
aus Helsinki, Finnland. Während sich UNIX schnell in mehrere Dutzend
Versionen aufteilte, was zu Verwirrung bei Managern und Programmierern
führte, hat es Linux geschafft, als ein einheitliches System auf
mehreren Architekturen zu bestehen. Es bietet eine UNIX-ähnliche
Plattform, die es den Programmierern erlaubt, die beste Maschine
auszusuchen, um produktiver zu arbeiten.
Die kommerzielle Reichweite von Linux ist schwer einzuschätzen, aber
man kann zweifellos feststellen, daß viele, die früher auf UNIX
setzten, nun Linux einsetzen. Viele sind der Ansicht, daß Linux die
einzige Alternative zu Microsofts NT darstellt. In der Tat fangen
immer mehr Hersteller von Multi-User Software an, ihre Software auf
Linux zu portieren, wie z. B. Oracle, Informix, SAP R/3, Corel,
Netscape etc. Lasermoon Ltd. hat Linux in ein voll POSIX-kompatibles
UNIX gewandelt (nach POSIX.1 und POSIX.2 Standards). Es wird zur Zeit
von den X/OPEN-Gremien verifiziert, was Linux bei öffentlichen
Ausschreibungen sehr helfen sollte.
Einige Hardware-Hersteller, wie z. B. SUN und IBM, liefern ihre
Maschinen auf Wunsch mit Linux aus. Für SUN gibt es bei den billigsten
Maschinen gar keine Portierung ihres eigenen Solaris-Betriebssystems
mehr.
Die Firmen Red Hat und Caldera vertreiben verschiedene Versionen von
Linux, in Deutschland ist die S. u.S.E.-Distribution sehr
populär. Diese Distributionen enthalten teilweise auch kommerzielle
Programme, die nicht frei sind. Die Debian Linux-Distribution enthält
ausschließlich Programme, die unter einer Open Source-Lizenz
veröffentlicht werden.
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